Patenschaften


In Burkina Faso herrscht eigentlich Schulpflicht. Trotzdem gehen sehr viele Kinder nicht zur Schule, weil die Eltern nicht für die Schulgebühren aufkommen können. Deshalb hatte sich der Förderkreis 2008 dazu entschlossen, Patenschaften zu vermitteln. Inzwischen werden 301 Kinder dadurch unterstützt.

Unser Patenschaftmodell

  1. Der Pate/die Patin unterstützt mit einem Beitrag von jährlich 120 Euro ein bedürftiges Kind in Saponé Marché, damit es in die Schule gehen kann.
  2. In diesem Betrag sind das Schulgeld, die Kosten für Lernmittel und Seife sowie ein Beitrag für Kleidung enthalten.
  3. Die Auswahl der Patenkinder trifft das Schulkomitee vor Ort.
  4. Waisen und Mädchen haben bei gleicher Bedürftigkeit Vorrang.
  5. Der Einzug des Patenbeitrages erfolgt im Juli.
  6. Der Pate/die Patin hat die Möglichkeit, die Patenschaft zum Jahresende zu kündigen.
  7. Der Pate/die Patin hat die Wahl zwischen zwei Arten der Patenschaft:

( A )       ohne persönlichen Kontakt

Der Pate/die Patin möchte ein bedürftiges Kind unterstützen, legt aber keinen Wert auf persönlichen Kontakt.

Das Kind erhält eine Patenurkunde mit dem Foto des Vorstandes des Förderkreises.

Verlässt das Kind die Schule, wird dem Paten/der Patin ein anderes Kind zugeteilt.

( B )       mit persönlichem Kontakt

Dem Paten/der Patin ist der persönliche Kontakt mit dem Kind wichtig.

Er/sie legt dem Antrag ein Foto von sich/der Familie bei oder schickt es digital an den Förderkreis und ist mit der Weiterleitung an das Patenkind einverstanden.

Der Pate/die Patin erhält eine Patenurkunde mit dem Foto des Kindes und Informationen zu Name, Geburtstag, Klasse und Schule.

Das Kind bekommt eine Patenurkunde mit Namen und Foto des Paten/der Patin.

Im Rahmen von Sammelsendungen können Briefe und Fotos ausgetauscht werden. 

Wenn das Kind die Schule verlässt, wird dem Paten/der Patin ein neues Kind vorgeschlagen.

Diese Kinder haben inzwischen Paten, aber viele andere warten darauf, auch in die Schule gehen zu dürfen. Auch für manche Schüler und Schülerinnen unseres neuen Berufsbildungszentrums werden wir in Zukunft Unterstützer suchen.

Patenbeauftragte

Für jede Schule gibt es einen eigenen Patenbeauftragten. Dieser kennt die Bedürftigkeit der Familien und sucht die Kinder aus. Er weiß Bescheid, ob der Schulbesuch regelmäßig erfolgt oder ob es andere Probleme gibt.

Treffen der Rheinstettener Delegation mit den Patenbeauftragten im Januar 2020

Weihnachtsessen

Um Bevorzugungen zu vermeiden, sollen die Patenkinder keine individuellen Geschenke erhalten. Stattdessen bitten wir um einen kleinen Beitrag für ein gemeinsames Weihnachtsessen.

Bericht über das Weihnachtsessen 2020: Weihnachtsessen 2020 und Post für die Patenkinder

Über das Weihnachtsessen 2019 erfahren Sie hier mehr: Neues von den Patenkindern

Post

Da es in Saponé keine Post gibt, werden die Briefe für und von den Patenkindern normalerweise bei den Besuchen ausgetauscht oder sie werden in einem Paket an den Koordinator Philippe Nikiéma in die Hauptstadt geschickt, der sie dann in Saponé verteilt.